Hintergrund

Peter Glowotz

Krimis - Thriller - Historische Romane

Einen Roman zu schreiben bedeutet fast immer, Fiktion und Realität in einen möglichst harmonischen Zusammenhang zu bringen. Manchmal auch, die Realität im Sinne des Plots ein wenig zu manipulieren, was man gemeinhin »künstlerische Freiheit« nennt. Davon habe natürlich auch ich Gebrauch gemacht. Sollten Sie beispielsweise das Lokal Zum Kiebitz am Wörthsee suchen, werden Sie sich höchstwahrscheinlich schwer tun, den Aumeister im Englischen Garten und die Giftbude auf Schleimünde dagegen existieren wirklich. Ebenso wenig gibt es ein Riva del Garda ein Hotel namens Stella del Garda, die Fischbrötchen im Hafenimbiss in Maasholm allerdings erfreuen sich auch im wirklichen Leben größter Beliebtheit. Der Leuchtturm Schleimünde auf der Lotseninsel ist normalerweise für Besucher gesperrt. Im Roman gibt es die Ausnahme, dass eine Besuchergruppe mit spezieller Genehmigung der zuständigen Behörde diesen sehr wohl betreten kann. Mit anderen Worten: an der einen oder anderen Stelle muss ein lokales Detail nicht unbedingt der Realität entsprechen, wie Sie, verehrte Leserinnen und Leser, sie kennen mögen. Dennoch hoffe ich, Atmosphäre und Ambiente der im Roman vorkommenden Gegenden, Landschaften und Orte so eingefangen zu haben, dass Sie diese auf Anhieb wiedererkennen.

 

Was die historischen bzw. zeitgeschichtlichen Hintergründe angeht, die im Roman eine Rolle spielen, habe ich versucht, so genau wie möglich zu recherchieren. Allerdings gibt es auch hier eine beabsichtigte Ungenauigkeit. Der im Roman erwähnte »Vierkant« ist nicht mit dem ehemaligen Kommandanten des Konzentrationslagers Sachsenhausen, dem berüchtigten SS-Standartenführer Hermann Baranowski, identisch, der als »Vierkant« entsetzliche Berühmtheit erlangte und bereits im Februar 1940 verstarb. Ich habe mir lediglich seinen Spitznamen ausgeliehen. Für andere eventuell auftauchende – unbeabsichtigte – Ungenauigkeiten, bitte ich die Kundigeren unter Ihnen um Verzeihung. Die alte Schriftstellerregel »Fehler und Ausrutscher gehen zu Lasten des Autors«, gelten auch für das vorliegende Werk.